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jubelnd eingeholt, der geistliche Herr durch einen hand-küssenden Hofstaat von Kaplanen und dienenden Geistern,Beide in einer stattlichen Equipage. Gleichzeitig rollte ichauf dem standesgemäß höchsten Platze, der Jmperiale einesOmnibus, wie in einem Feenwagen durch den ganzenZauber von Wien, über den Praterstern, desfen Strahlenbunte Menschenfunken nach allen Seiten aussprühten,durch die JLgerzeil, am jungen Franz-Josephs-Quaivorbei, in und durch die innere Stadt, über die Burg-höfe mit ihren Denkmälern, die Glacis mit ihren Neu-bauten, die wachsenden, wimmelnden Vorstädte, zur Maria-hilfer Linie hinaus, bis gegenüber der Gloriette vonSchönbrunn. Eine Stunde dauerte die Fahrt von derNordbahn zur Westbahn; sie gab Stoff zu Träumen füreine ganze weitere Reifenacht. In diesen Träumenschwammen das alte und das neue Wien gleich Nebel-bildern ineinander. Jenes, das alte, vormärzliche Wien,fetzte sich mir trotz allen Ausstellungen der ortskundigenExcellenz, aus den Zügen des Romans doch sehr klar undtreu zusammen. Hinter einer Reihe Heller Fenster amhohen Markte sah ich mit vollständiger Illusion eineZickeles - Soiree und auf der dunklen Schottenbastei denSchatten des melancholischen, selbstmörderischen Chorherrn.Aber dieses, das neue, nachoctoberliche Wien, wie es mirim Vogelsluge erschien, mit Sommerabendbeleuchtung undSonntagabendstaffage — Zauberer von Rom, wann malstdu uns dieses Bild? — Ist es dann auch frei vom„römischen" Zauber — (des Concordats, zum Exempel)— so hat der Zauberer, so hat Wien um so sichererseine große Aufgabe gelöst!