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Franz Dingelstedt's Sämmtliche Werke : Erste Gesammt-Ausgabe in 12 Bänden
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Genug, die Bewegung auf schöngeistigem Gebiete griffwie ein Lauffeuer um sich, flackerte gleichzeitig an denverschiedensten Enden aus, erfaßte auch das Publikum,welches sich bis dahin von der specifischen Literaten-Literatur theilnahmslos zurückgezogen hatte. Ein Talentwie Freiligraths, empfänglich, fertig mit der ersten Rich-tung seiner Production, der Anregung von Außen undstofflicher Substrate bedürftig, konnte nicht zurückbleiben.Wohl ging er eine Zeitlang abseits der neuen Schule fürsich allein, versuchte sogar gegen den Strom zu schwimmen;allein um so heftiger erfolgte dann der Umschlag, um sonachhaltiger blieb seine Theilnahme an der politischenLyrik. Einer der Letzten in ihre Reihen eingetreten, ister einer der Wenigen gewesen, welche auch über das Jahrder Erfüllung, 1848, hinaus politische Gedichte geschrieben.Mit echtem Weftphalentrotz wollte er auf Vorposten stehenbleiben, sterben. Er vergaß, daß das Lager in seinemRücken abgebrochen und die auf der ganzen Linie siegreichgewesene Armee bereits in die Winterquartiere eingerücktwar. Seine Selbsttäuschung, daß die politische Lyrik nochwirken könne, nachdem die Wahrheit die Dichtung, dieThatsache die Tendenz überholt hat, ist vomSchreiberdieses", von mir, ^getheilt und durch uns Beide redlichgebüßt worden. Was Freiligrath nach dem epoche-machendenGlaubensbekenntniß" an Original-Poesienveröffentlicht hat das Heftleintza ira", 1846, dieNeueren politischen und socialen Gedichte", 1849 und1851, dieNachlese" von größtentheils gelegentlichen Ge-dichten an Personen, 1852 bis 1870 hat schier eben sowenig Erfolg gehabt, wie die Sammlung von Zeitgedichten: