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Franz Dingelstedt's Sämmtliche Werke : Erste Gesammt-Ausgabe in 12 Bänden
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schauderhaft zurück; ich erinnere mich, daß eine Jagd-tasche, die ich Papa auf seinen Namenstag verehrte,mit zwei Kaninchen durch meiner Hände Arbeit ver-herrlicht, den alten Herrn in die ausgelassensten Lachkrämpfeversetzte.

Nachdem ich vorn Schloßkaplan die heilige Firmungerhalten, sollte ich ein Fräulein werden, in die Welttreten. Doch war von geselligem Zwang nicht viel dieRede. Wir lebten einsam, nur mit wenig Nachbarn ver-kehrend. Der Carl nahm mich aber von nun an mitaus weitere Reisen. Wir besuchten Edinburgh, die Seen,die Berge, die Inseln unserer herrlichen Heimath. Ichlernte ihre Geschichte kennen, und die unseres Hauses,seine glorreiche Vergangenheit, seine dunkle Zukunft.Auch in meine eigene ließ mich der Vater einen bangenBlick thun. Ich war dem Erben seines Besitzthums zurFrau bestimmt, einem künftigen Herzog, dem Sohne einesschottischen Vaters, einer englischen Mutter, die in Londonzu leben pflegten. In den Schulferien besuchte uns ein-mal der Jüngling, der meines Alters sein mochte, aberein blasses, frühreifes, wenn nicht welkes Bürschlein, mitSitten eines Mannes und dem verweichlichten Dialekteder Hauptstadt. Er sagte statt Menteith-Castle nie andersals Menteith-Cassel, und betrachtete dasselbe, mich einge-schlossen, bereits als fein Eigenthum. Bei einem Morgen-ritt mit mir zwang ich ihn durch Hohn und Spott, übereinen Graben zu setzen, den ich mit Leichtigkeit genommenhatte. Er stürzte und brach den Arm dabei. Das ver-gab er mir niemals, mit um so größerem Rechte, als ichihn noch derb auslachte und die Pflege des Kranken den