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Franz Dingelstedt's Sämmtliche Werke : Erste Gesammt-Ausgabe in 12 Bänden
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Wallenbergs. Es stand seinem diplomatischen Gesichtgut, dieses undiplomatische Errathen. Fürst Paul erwi-derte ihm:Ich danke Ihnen, Herr Graf, für mich undfür das schöne Andenken an meine Mutter, an welche ichselbst nur eine dunkle Erinnerung habe."Lassen Siemich nicht als Chef, sondern als väterlicher Freund zuIhnen sprechen, lieber Paul. Sie arbeiten zu viel undnicht immer in der rechten Weise. Bei ihrem Eintrittin die hiesige Gesandtschaft wurde Ihnen eine Denkschriftüber die Eisen-Industrie dieses Landes aufgetragen. Sielieferten sie in vier Wochen, eine Arbeit, zu der Unser-einer wenigstens drei Vierteljahre und einen außerordent-lichen Urlaub gebraucht haben würde."Es handeltesich ja fast nur um statistische Auszüge und Zusammen-stellungen. Das Material war mir zur Hand, derGegenstand geläufig."Gleichviel; eine weise Zöge-rung hätte Ihrem Memoire nur höheren Werth verliehen.Ihr Neulings - Eifer überlegt nicht, daß schon die Würdedes Geschäftsganges, das Decorum, schickliche Pausen, einTempo maestoso erheischt. Dann kennen Sie die Herrenvom Ministerium daheim noch nicht. Sie beneiden unsohnehin um unsere Posten im Auslande. Je mehr wir leisten,desto mehr begehren sie. Wenn wir, heute gefragt, mor-gen antworten, müssen sie auf den Gedanken kommen, wirhätten nichts zu thun." Fürst Paul lächelte verstohlen.Ich weiß, was Ihr Schmunzeln bedeutet: daß wirin der That mit Arbeit nicht überhäuft sind. Irrthum,mein Freund! Unsere Arbeit ist eine andere, als diejenigein der Kanzlei einer Behörde, auch als die in dem Studir-zimmer des Gelehrten. Man zählt sie nicht ab an den