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Franz Dingelstedt's Sämmtliche Werke : Erste Gesammt-Ausgabe in 12 Bänden
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sie, wiederum ehrlich und offen, fast mit den nämlichenWorten, mit welchen ich sie Ihnen gestern aussprach.Weder Sie, noch Seraphim vermochten sich dem Gewichtmeiner Gründe zu entziehen. Die Position ist und bleibtfür Sie verloren. Begehe ich einen Bruch des Vertrauens,einen Verrath an der Freundschaft, indem ich für meinePerson in dieselbe eintrete?"O nicht doch, HerrGraf. Sie verfahren nur wie ein gewiegter Diplomat:Sie unterhandeln in fremdem Namen für eigenes In-teresse."

Roland wollte aufbrechen, gereizt und mehr als das,beinahe betäubt. Wallenberg hielt ihn eifrig zurück. DerStrateg fürchtete, zu weit sich vorausgewagt zu haben;eine Diversion mußte gemacht, ein Hülfscorps in's Feuergeführt werden. Armgard hieß die schmucke Schaar, dieer als deckendes Angriffsobject dem Feinde entgegenwars.Wenn Sie doch endlich," sprach er eindringlich,ein-sehen wollten, wo Ihr wirklicher, wahrer Vortheil liegt!Es wird Ihnen dargeboten, und Sie rennen daran vor-über, an Armgard. Die Stadt verlobt sie mit Ihnen.Mißachten wir nicht die Orakel der Volksstimme. Volks-stimme, Gottesstimme. Sie spricht unbewußt das Rechteaus, dasjenige, was sich ziemt, was frommt. DasMädchen ist Ihnen gewogen. Ihr Vater deutet sogareine stille Neigung an. Lächeln Sie nicht abweisend,Roland. Jedem Manne schmeichelt es, wenn ihm einausgezeichnetes weibliches Wesen mit reinem und edlemGefühl entgegenkommt."Wie Seraphim Ihnen,"grollte der Maler.Gesetzt dem wäre so, was ver-schlägt es Ihnen, da ich Sie des Gefühles nicht beraube?