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weisen: „Armida's Garten." Der zauberhafteste Theildes Zauberreichs ist eine Galerie mit der Aussicht aufsen Platz, im Sommer offen, im Winter zu einem Para-dies unter Glas und Rahmen verwandelt, in welches dieTreibhäuser und Baumschulen von Kraffts Landgüternihre erlesensten Schätze abliefern. O wie viele schmach-tende Blicke flogen, gleich Schmetterlingen, an die buntenScheiben des Wintergartens, kletterten sehnsüchtig emporan seinen Schlingpflanzen, spähten in die Nische, wo siesaß unter Palmen und Goldorangen, die Goldfee desMährcheus, ihre Goldfische fütternd oder in Goldfädenstickend, die Bankprinzessin, die Eva des Paradieses, bis-lang noch ohne Adam! Wie tief senkten sich vor ihremleicht nickenden Lockenköpflein die blanken Schwerter derWachtparade, die um zwölf Uhr Mittags mit klingendemSpiel aufzog, oder die Peitschen der rosselenkenden Helden,welche durch den olympischen Staub des KönigsplatzesPferd und Wagen tummelten, wie im Wettrennen nachdem köstlichen Ziel da droben auf hohem Balköne.
Am stürmischen Sonnabend war und blieb das Zielverhüllt, wie hell auch draußen der Frühling lachte undlockte. Warum? Wir werden es später erfahren. Zunächstgehen wir dem Maler Roland entgegen, welcher vomPrinzessinnenplatz durch die Ritterstraße über den Laud-schaftsplatz herabgeeilt kommt, den Hut tief in die Stirngedrückt, in den Havelock-Mantel gewickelt wie ein Ver-schwörer. Der an Kunstschätzen so reiche Königsplatz, derihm sonst bei jedem Besuche je nach Laune ein Hohn-gelächter oder einen Fluch abnöthigte, wird keines Blickesgewürdigt. Krafftstraße Nummer dreißig ist sein Ziel.