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Franz Dingelstedt's Sämmtliche Werke : Erste Gesammt-Ausgabe in 12 Bänden
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gründen..."Dann werden wir Kunsthändler sein,Herr Krafft, nicht Künstler," unterbrach ihn Roland.Ein mir vollkommen fremdes Feld, auf das ich Ihnennicht einmal in Gedanken zu folgen vermag."Sofolgen Sie mir denn wenigstens hier noch einen Schrittin mein Kuriositäten-Cabinet," sagte Krafft, indem erdie Thür eines Alkovens neben dem Comptoir öffnete.Roland erblickte darin ein schmales, niederes Bett ausTannenholz mit einem blau und weiß gewürfelten Kissen,einem Strohsack und einer Pferdedecke; daneben einSchrank, in dem ein Arbeiter-Camisol, eine lederne Hose,ein Paar hohe Stiefel, ein Schurzfell mit zahlreichenNarben und Flecken, die Tragbänder eines Abläders undeine Wachstuchkappe aufgehängt waren.Hier sehenSie meine Anfänge, Herr Roland," erläuterte der Mil-lionär nicht ohne Feierlichkeit und Stolz.Das ist meinerstes Lager, das ich mit meiner Hände Arbeit nachjahrelangem Darben und Sparen erwarb; ich habe nie-mals besser geschlafen, als aus diesem Strohsack. Indem Schrank bewahre ich die Kleidung, das Handwerks-zeug, womit ich meine hiesige Carriöre als Tagelöhnerbegann. Wenn ich mich sammeln oder Demuth lernenwill, flüchte ich in mein Cabinet. Setzen Sie sich eineMinute zu mir auf das harte Bett. Hans HeinrichKrafft wird Ihnen erzählen, wie er Kaufmann ward.

Ich bin als Bauernsohn geboren. Den kleinen Hofmeines Vaters erbte der älteste Bruder. Bei uns giltaus dem Lande, wie unter dem höchsten Adel, das strengsteRecht der Erstgeburt. Als Knecht durfte ich bleiben,wenn ich wollte. Doch ich wollte nicht, ich trat in die