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Franz Dingelstedt's Sämmtliche Werke : Erste Gesammt-Ausgabe in 12 Bänden
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Knaben halten, und eine Verbindung mit ihm kann amEnde für nichts mehr gelten, als für eine aus Convenienz,aus Ueberlegung geschlossene. Es wäre denn. Du liebtestihn, er hätte Dir's angethan, wie Dein Vertrauen zuihm, zu seinen Rathschlägen beinahe beweist. . . . Lachenicht, stolze Amazone! Gestehe, daß Dein Theseus ge-funden ist!"In Gustel Wallenberg wahrhaftig nicht."

Ei, ei, sind wir schon bei dem zärtlichen,Gustel'angelangt? Wie schnell doch und wie wunderbardie Standesgleichheit wirkt!"Thorheit, nichtigeThorheit! Der Name, den ich mir gemacht, gilt mirtausendmal mehr, als der ererbte, welchen ich wegwarf."

Wenn das der Fall ist, so begreife ich nicht, warumDu von Deiner Höhe, der ersten Stelle im Theater,heruntersteigen willst, um unter der Menge in einemlangweiligen Salon zu verschwinden. Es gibt nur eineSeraphim Lomond in der Welt, dagegen ein paarDutzend Gräfinnen in jeder Residenz. Du kannst. Dudarfst für einen leeren Schall Deiner herrlichen Kunstnicht entsagen."Ach ja." seufzte die Sängerin,dieKunst an und für sich ist Wohl eine hehre, herrliche;wenn nur das Handwerk nicht dabei wäre, unzertrennlichvon ihr, nothwendig für sie! Du weißt nicht, Armgard,wie dies Handwerk erniedrigt, ermüdet, auf die Dauererdrückt. Von außen siehst Du nur die glänzende Seiteder Bühne, aber nicht die Schatten, welche die blendendeTheatersonne wirft. Unter dem Schein einer heiteren,künstlerischen Freiheit und Selbstherrlichkeit verbirgt sichin unserem Beruf die traurigste Abhängigkeit; Abhängig-keit von der Direction, von der Regie, von unfähigen

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