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Aus meinem Bühnenleben : Erinnerungen / von Karoline Bauer ; herausgegeben von Arnold Wellmer
Entstehung
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XXVI

leuchteten in der höheren Gesellschaft zwei' polnische Schön-heiten: Maria Antonowna Narischkin (geborne Tschet-wertinska) und die Gräfin Subow (geborne Potocka).... Ich habe in meinem Leben viele Schönheiten ge-sehen, aber so reizende Wesen, wie Maria AntonownaNarischkin und später die Schwester Napoleons, Elisa,ohne Zweifel die ersten Schönheiten unseres Jahrhunderts,nie wieder . . .«

Aus dem Vorstehenden scheint mir nun unzweifel-haft hervorzugehen: daß die bekannte und doch sounbekannte Heldin der Komödianten-Fahrt »Memel« einegeborne Prinzessin Tschetwertinska war.

Dies die Berichtigung. Meine Entgegnung knüpftsich an das Kapitel »Hamburg« der »Komödianten-Fahrten«. Dort heißt es: »Im Jahre 1840 kehrte ichvon Dresden zu einem zweiten letzten Gastspiel nachHainburg zurück. Aber ich konnte mein altes liebesHamburg und mich selber kaum wieder finden. . .Fehlten doch auch die meisten guten Gesichter aus denalten frohen Tagen von 1826. Director Herzfeld wartodt. . . und so mancher, mancher Andere. Adolf Herzfeldwar nach Wien aus Burgtheater gegangen. Der (einstals Schauspieler) treffliche Schmidt . . . war allein übriggeblieben, aber alt und stumpf geworden. Und SchrödersSchule ach! wie traurig sah's da aus! Wo warjenes herrliche Ensemble unter Herzselds Leitung? DasWort war zum leeren Schall ja, zum Hohn geworden.Der geniale Baison allein leuchtete wie ein Stern ausdiesem Chaos hervor. Als ich die Donna Diana spielte,