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Geld uud Gut!« — oder: »Nie verschiebe auf morgen, washeute noch geschehen kann!« — oder Schillers Wort:
Will Einer in der Welt was erjagen,
Mag er sich rühren und mag sich Plagen!
Das Genie ist der Fleiß!
Immer vorwärts mußt Du streben
Nie ermüdet stille stehen
Willst Du die Vollendung sehen!
Nie erlaubte die Mutter, daß ich mich bedienen ließ. Ichmußte mich ohne Hülfe frisiren, mich selbst ankleiden, dasZimmer aufräumen, meine Kleider und Wäsche in Ordnunghalten . . . und auf rebellische Fragen: »Aber, Mutter, wozuist denn Marianne da?« gab's die ernste Antwort: »Nie be-mühe Andere mit dem, was Du selber thun kannst! — Je mehrDu lernst, Dir selber zu helfen, desto unabhängiger wirst Dusein und jede schwierige Lage leichter ertragen! — Nichts istmühsam, wenn man es zur Zeit und willig thut.«
Bei anderen Gelegenheiten hieß es:
»Hochmuth bringt mehr Schmerzen, als Hunger, Durstund Kälte!« —
»Nie bereue, daß Du zu wenig gegessen hast!« —»Gräme Dich nie um ungeborne Schmerzen!« —»Betrachte Alles von der guten Seite!« —
»Wenn Du zornig bist, so zähle — ehe Du sprichst 10.Noch besser: 20.«
»Titus hielt jeden Tag für verloren, an dem er nichtsGutes gethan!« —
»Zeit bringt Rosen!« —
»Was ist Leben? Stetes Streben,
Zu empfinden wahres Leben!«