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vom König feierlich zum Prinzen von Preußen und zumThron-Erben ernannt, war am 9. August 1722 geboren undauf Befehl feines Vaters schon als Kind verlobt mit einerTochter des Herzogs von Braunschweig, mit der er sich trotzfeiner Abneigung gegen diese Ehe, kaum 20 Jahre alt, imJahre 1742 vermählen mußte. Er hatte zwei Kinder: einen1744 geborenen Prinzen, den nachmaligen König FriedrichWilhelm II., und eine 1751 geborene Prinzessin, FriederikeSophie Wilhelmine, die nachmalige Gemahlin des Fürstenvon Nassau und Oranien. Der Prinz von Preußen warzehn Jahre jünger als Friedrich II. und diesem in jeder Be-ziehung so unähnlich als möglich; aber ohne die feurigeEnergie und den hochstiegenden Genius seines erhabenenBruderS zu besitzen, war doch auch er in geistiger Beziehungeine glänzend begabte Natur. Thiöbault sagt von ihm inseinen Erinnerungen an den Hof Friedrich des Großen (Th. II.x. 85): „Voller Verstand, voller Talente und dabei vonunwiderstehlicher Liebenswürdigkeit erhöhte dieser Prinz denWerth der seltensten Eigenschaften noch durch seine ungemeineBescheidenheit/' Er war der Liebling seines Vaters, der ihnallen seinen anderen Söhnen vorzog und lange Zeit war erebenso der Liebling seines Königlichen Bruders, bis seinUnglück im Felde ihn dessen Gunst unwiederbringlich verlierenließ. Schon seine äußere Erscheinung, deren männlicheSchönheit den feinsten Anstand und eine angeborene Würdemit dem jugendlichen Zauber lebenssrischer Heiterkeit verband,war sehr gewinnend. Die edle und unmuthige Weise, mitder er das Leben zu genießen wußte, machte bald feine Hof-haltung in Oranienburg zu einer Stätte sittlich reiner undzugleich fröhlicher uud geistvoller Geselligkeit. Das Schloß,