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Lachen gab; dann kam die Prinzessin Charlotte mit ihrerGouvernante, Frau von Winzingerode, und ihrem Kavalier,Herrn von Frankenberg. Die Schwestern freuten sich sehr,sich wieder zu sehen; die Prinzessin Charlotte ist sehr niedlichgeworden, graziös und freundlich. Nach dem Diner gingman in den Garten, wo unter den Bäumen Kommers ge-spielt wurde, um 6 Uhr Thee getrunken und auch Abendsspät dort soupirt.
29. Mai.
Dejeuner mit den Prinzessinnen; dann wurden zweijunge Grafen Solms und Platen vorgestellt, die eben ange-kommen waren; später kam der junge Feldheim aus Braun-schweig und ein junger Maltzahn von der Garde des Land-grafen, um der,Prinzessin ihre Cour zu machen. Wir gingen,die Voltigir-Uebungen der Studenten anzusehen, die michsehr amüsirten, und Abends kamen sämmtliche Studenten,den Leiden Prinzessinnen ein Vivat zu bringen, und brachtenuns drei Damen dann ebenfalls auch Vivats genug! — Eswaren über 200 Studenten, die zu Zwei und Zweien hinter-einander her defilirten: sie hielten Alle brennende Pechfackelnin den Händen und zum Schluß warfen sie dieselben auseinen kleinen Scheiterhaufen, der vor dem Hause errichtetwar. Das gab ein ganz magnifiques Feuer und die Stu-denten standen im Kreis umher und sangen immerfort einlateinisches Lied dazu, das sehr hübsch klang.
31. Mai.
Zum Diner kam Herr von Feldheim von Harpke mitseinem Neffen, der eben aus Frankreich zurückkehrt. DerErstere ist ein würdiger achtungswerther Mann, den ich vonfrüher her kenne und sehr gern habe. Auch ein Gras Görtz