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bücher der Obersthofmeisterin nur selten noch Aeußerungenüber die Hofereignisse und die Lebensweise des Königs.
Ihre Auszeichnungen zeigen uns mehr und mehr nurnoch den Wiederschein tiefen Schreckens über die immerdrohender werdenden Vorgänge in Frankreich. Als 1792der König mit dem Kronprinzen und Prinz Louis insFeld rückte und später der traurige Ausgang jener kriegeri-schen Unternehmung allen Hoffnungen, Ludwig XVI. unddie Königin zu befreien, ein Ende machte, als die Schrecknissein Paris von Tag zu Tag stiegen und endlich das tragischeGeschick der königlichen Märtyrer sich vollendete, ergriffen auchdie Schreiberin jener Blätter der tiefe Schmerz und das Ent-setzen, das alle Gemüther erschütterte. Doch nicht allein daswachsende Verderben des Nachbarlandes, nicht allein dieTrauer über die Demüthigung der Preußischen Waffen unddie durch Strapatzen nutzlos und rühmlos geopferten Kriegerbewegten das Herz der Obersthofmeisterin — wovon dieSeiten ihres Tagebuches Zeugniß geben —: Schon seit demAnfange des Jahres 1792 war die Schreiberin durch einelange und leidensvolle Krankheit ihres Mannes und durchdie Pflege und Sorge für ihn ganz in Anspruch genommen.Der Kranke hatte, wie sonst, den Winter in Berlin zugebracht;aber trotz seiner Schmerzen und seiner zunehmenden Schwächeließ ihm die Sehnsucht nach dem heimathlichen Landaufenthaltmit dem wiederkehrenden Frühling keine Ruhs. Der Gefahrder anstrengenden Reise und dem ernsten Bedenken der Aerzteungeachtet, war er, von Berlin aufgebrochen, und wirklichwar es ihm vergönnt, noch das ersehnte Ziel zu erreichen,aber auch nur, um dort zu enden; und so starb er wenigeTage nach seiner Ankunft in Groß-Giewitz am 26. Mai 1793.