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6. Mai.
Mittags kam der Graf Dönhoff und zwei Offiziere,Biereck und Lindenau. Abends kam der Prinz von Neuwied.
7. Mai.
Zum Diner waren wir beim König, in feinem Garten.Ach leider nimmt er fehr ab; ich bin in Verzweiflung zufehen, wie sichtlich er sich verändert. Nach 5 Uhr ging manin die Operette, auch der König war incognito dort und dieKönigin kam an surxrisa von Berlin mit Wittgenstein undder Gaudy herüber, foupirte hernach mit diesen Beiden beiuns und fuhr später zurück.
14. Mai.
Heute Nachmittag gingen wir mit den Herrschaften nachdem neuen Garten zum König, es geht ihm besser. Wirhatten eine große Kollation dort; die Königin war auch daund die Lichtenau und alle Kinder des Königs; dann gingman zur Operette und die Königin kam noch zum Souperzu uns.
15. Mai.
Wir waren in Paretz, um es anzusehen, ich war sehrenttäuscht, denn es ist nicht im Geringsten hübsch; auch dasHaus, das noch gebaut wird, bekommt gar keine richtigen Pro-portionen; der Ort selbst ist geradezu häßlich und nur derGarten etwa erträglich. Wir kamen um 8 Uhr nach Hausezurück.
16. Mai.
Die Prinzen aßen in Sanssouci und fanden den Königetwas wohler, der aber nicht bei Tisch erschien. Dennochwar er zu Pferde gewesen, um die Revue anzusehen. Nach-mittags hatte meine Prinzessin Damen-Empsang.