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6. Juni.
Wir hatten ein großes Diner; auch die Prinzessin Heinrichund ihr Hof, der Graf Nikitoff, der Gesandte des KaisersPaul, u. s. w. waren da. Es war sehr gut und gelungen.Den Abend waren wir beim König in Charlottenburg, deruns seine neuen Stuben zeigte. Es war Konzert und dannSouper. Der König war sehr sanft und freundlich, sprachund lachte viel; Gott wolle ihn uns erhalten.
7. Juni.
Wir aßen unter uns; den Morgen geht man jetztimmer zum Hosjäger, den Abend waren wir in Schönhausenbei den Oraniern, der Minister Alvensleben war auch da.Die Prinzessin Louis soll mit uns nach Phrmont gehen,der König wünscht es und es freut mich sehr für sie.
11. Juni.
Die jungen Prinzen aßen mit uns; Abends waren wirin der Operette beim König, er war sehr schwach, sprachlange mit mir, blieb aber nicht zum Souper. Der Prinzvon Oranien blieb in Berlin, um die Prinzessin von Eng-land zu empfangen, die den Prinzen von Württemberg ge-heiratet hat und heut ankommt.
12. Juni.
Der General Rüchel kam zu Tisch mit seinem Adju-tanten Graf Moritz Brühl und dem Seckendorf, der beimPrinzen Louis war. Die Herrschaften fuhren den Nach-mittag zum Hofjäger, wo die aus Schönhausen auch warenund Alles kam dann zum Souper zu uns.
15. Juni.
Der türkische Gesandte hatte seine Audienz beim König,er heißt Azis Effendi. Vorher waren wir Leim König zum