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6. Juli.
Um sieben Uhr schon fuhr ich mit der Königin zurStadt, wir zogen uns a 1a Umnenne an für die Huldigung.Dann fuhr die Königin mit acht Pferden in Gala zur Kircheund ich mit ihr. Der König und alle Prinzen erwartetensie dort in den langen Manteln des Ordens. Nach derKirche wurde sie auf den Balkon des Weißen Saales geführt,um von diesem aus der Huldigung der Stände beizuwohnen.Die Huldigung der Prinzen hatte bereits im Rittersaalstattgehabt. Es war wundervoll! Im Baldachin-Zimmerhatte man einen Thron errichtet, vom großen Saal aus.Das ganze Volk leistete den Eid, dicht gedrängt, Kopf anKopf, auf dem weiten Raume, und der Anblick des Platzeswar großartig und ergreifend, das ganze Schauspiel überalle Worte hinaus rührend und erhaben! — Die Kanonendonnerten die ganze Zeit über, die Glocken läuteten und dieVivats der Volksmenge, besonders für die Königin, die mitSegenswünschen und Jubelrufen die Luft erfüllten, nahmenkein Ende. Diner an elf Tafeln, und dann waren nochacht und zwanzig Tafeln für die Deputationen der Bürger-schaften. Abends zurück nach Charlottenburg.
7. Juli.
Um zwölf Uhr Diner; um zwei Uhr fuhr ich mit derKönigin zur Stadt, wo wir uns anzogen und um sechs Uhr in'sSchloß fuhren. Die Königin empfing hier erst Caillard, denfranzösischen Gesandten, der abreist. Der verabscheuungs-würdige Sieyas kommt an feine Stelle. Dann sah sie Schall,den Baiern, Adams und Maisonneuve; hernach war großesFest im Weißen Saal, Ball und Souper für den ganzen Adel.