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Spalier. Die Kaufmannschaft empfing den Kaiser ebenfallsam Thore zu Pferde. In allen Straßen waren Musikchöreaufgestellt. Frendenschüsse, Mvats und Hochrufe erfülltendie Luft mit einem festlichen Spektakel. Gräfin Moltke undich empfingen den Kaiser am Fuße der Treppe und der Königstellte mich ihm vor. Oben empfing ihn die Königin imersten Zimmer; sie war heute schöner wie je. Der Kaiserging mit den Majestäten in das zweite Zimmer und kamnach einigen Augenblicken wieder heraus, um auf eine sehrverbindliche und liebenswürdige Weise mit mir zu sprechen.Er ist ein schöner Mann, blond, mit einer sehr frappantenPhysiognomie, aber die Gestalt ist nicht schön, oder vielmehrer hält sich nicht gut. Er scheint ein weiches, menschen-freundliches Gemüth zu haben; jedenfalls ist er überaushöflich und freundlich. Um zwei Uhr war Diner; unterdem Gefolge waren auch Gras Tolstoy, Kotschubeh, Dolgorucki,Lieven, Wilkowsky und Natisloff. Abends beim Thee warendie Herrschaften erst unter sich und unser Hofstaat imvorderen Zimmer mit den Russen; aber bald kamen dieMajestäten zu uns heraus; es wurden Spieltische gebrachtund die Leute daran vertheilt, und der Kaiser setzte sich zumir und sprach sehr lange mit mir. Um elf Uhr Souperan kleinen Tischen.
11. Juni.
Die Königin fuhr hinaus zum Manöver, dann kamder Kaiser, um bei ihr zu frühstücken. Diner wieder umzwei Uhr. Gegen Abend ritt die Königin mit dem Kaisernach dem Lager hinaus, die Moltke und ich, Lehndorff undSchilden folgten ihr zu Wagen. Abends kam Alopäus an
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