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26. bei Pultusk eine mörderische aber siegreiche Schlacht ge-liefert. Herr v. Wrangel kam als Courier. Wir warenAlle tief gerührt und der geliebte König sagte es auch auseine so hübsche Weise, daß es uns doppelt ergriff! — Dannsagte er es der theueren Königin und sie war so glücklich! —Es heißt, es seien 6000 Todte auf dem Schlachtfelde geblieben,aber man hat die Feinde nicht verfolgen können. Wir hattendie Prinzen, Zastrow und Solms zu Tische und bekameneinen brennenden Pudding zu Ehren des Geburtstags desPrinzen Heinrich.
31. December.
Der Major Klüx ging als Courier nach Petersburg, ichschrieb an den Kaiser. Die Königin ist Gottlob wohler.Die Russen haben von Neuem Vortheile errungen; aber dasie keine Lebensmittel haben, müssen sie sich dennoch zurück-ziehen. Endlich schlägt heut die letzte Stunde dieses traurigenJahres. Wolle der Himmel, daß das nächste uns günstigersei und wolle Er uns aus der Hand unserer Feinde erretten,vor Allem von der Tücke jenes Unmenschen, der alles Unglücküber uns gebracht hat.
I. Januar 1807.
So hat Gottes Gnade mich denn noch dies Jahr erlebenlassen. Ach! seit dem Monat October haben uns nur Unheilund Schrecknisse aller Art verfolgt! — Gott wolle sich unsererbarmen und die Feinde vernichten, die unser armes Landverheeren. Ich war in der Schloßkirche, wo der Feldgeistlichedes Regiments Rüchel eine sehr gute Predigt hielt. DerKönig und die ganze Königliche Familie waren auch da.Der kleine Prinz Wilhelm hatte heut die Uniform und dengroßen Orden bekommen, das war eine große Freude für