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Neunundsechszig Jahre am Preussischen Hofe : Aus den Erinnerungen der Oberhofmeisterin / Sophie Marie Gräfin von Voss
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zur Nacht bei ihr. Sie ist sehr elend, aber die Reise hatihr wunderbarer Weise nichts geschadet.

Die Kleine der Prinzeß von Oranien ist in Freienwaldegestorben; daraus ist diese nach Berlin gegangen und derPrinz ist durch einen sranzösischen Ossizier von Freienwaldenach Stargard transportirt worden, wo er festgehalten wird.

12. Januar.

Zu Tische Knobelsdors und Oberst Kleist. Dann kamMr. Simpson zu mir und der Adjutant des Prinzen vonCurland. Die Franzosen haben ein kleines Scharmützel mitdem Lieutenant Romberg und einem Detachement Gardengehabt, in dem diese das Feld behaupteten. Es will nichtviel sagen, aber ist doch eine Ermuthigung und eine Freude.Die Engländer kommen täglich zu mir; es ist eine ganzeAnzahl derselben hier.

13. Januar.

Die Königin wohler. Der Oberstallmeister kam zuTische; die Engländer brachten mir Käse, den ich dem Königschickte. Endlich einen Brief von meiner Tochter; sie istruhig beim Fürst-Bischof in Johannisberg, aber hat keinenmeiner Briefe bekommen. Immer bei der Königin denganzen Tag.

14. Januar.

Zu Tische Lord Grove und Wilson, die auch einenMoment zur Königin hineingehen durften. Der GeheimrathStägemann der von Berlin ankam, sagt, Napoleon sei inWarschau, zeige sich aber gar nicht und die Polen kämenvon den Hoffnungen die sie auf ihn gesetzt hatten sehr zurück.Der Major Mathieux hat den Franzosen einen kleinen Vor-theil abgewonnen.