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30. Mai.
Es kam die Schreckensnachricht von der Uebergabe vonDanzig! — Kalkreuth hat capitulirt am 24., die Truppensind mit Waffen und Gepäck abgezogen, die Einwohner sollenfrei von Kontributionen bleiben; aber die Versprechungendieses Feindes sind falsch, er hält keinen Vertrag. Manglaubt, Kalkreuth hätte sich noch länger halten können! —
4. Juni.
Der König ist noch in Königsberg; er will dort dieDanziger Truppen abwarten, um sie noch zu sehen und ihnenzu danken. Der Kaiser ist in Tilsit. 50 unserer gefangenenSoldaten sind in einem holländischen Regiment eingestelltworden; sie haben einen Bauern nach Colberg geschickt umzu bitten, man möchte sie angreifen, was man auch that,und die Unverletzten konnten nun die Waffen fortwerfen undsich gefangen geben. Sie sind in ihren französischen Unifor-men nach Königsberg geschickt worden und mit Jubel em-pfangen! —
7. Juni.
Prinzeß Alexandrinchen zum ersten Mal wieder auf-gestanden.
8. Juni.
Bennigsen hat den 5. die Franzosen angegriffen, Ney ge-schlagen und 1000 Gefangene gemacht. Gott sei ewig ge-priesen! — Er wolle die gerechte Sache segnen! —
1V. Juni.
Meine geliebte Königin kam heute Abend um 7 Uhrglücklich wieder hier an; ich fand sie ein Bischen magerergeworden, aber übrigens leidlich Wohl.
Die Russen haben zwei Siege erfochten, aber leider ist