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Neunundsechszig Jahre am Preussischen Hofe : Aus den Erinnerungen der Oberhofmeisterin / Sophie Marie Gräfin von Voss
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feligkeiteu und wir, wir müssen nun Frieden halten! Dashat allein der Kaiser Alexander über uns gebracht!Rüchel nimmt den Abschied, Hardenberg ist entlassen ach,nun ist wirklich Alles verloren!

Zu Tische kamen die schwedischen Herren und zweirussische Generale, Dresen und Abrakoff, von den UnserenArnim und Rüchel und ein Oberst Hamilton.

Abends waren wir allein. Ich bin wie betäubt undkann mich gar nicht ermannen unser Schicksal ist zufurchtbar.

Der Banquier Lewy aus Berlin ist hier und kam zumir und ich gab ihm Briese mit zurück.

12. Juli.

Mit der Königin zur Kirche. Vor Tische Grovc undviele Osfiziere bei mir, zum Diner Prinz und PrinzeßWilhelm, Prinz Heinrich, eine Menge Generale, die Prinzenvon Hohenzolleru, Fürst Pleß, General Abrakoff, der heuteabreist, der Prinz von Oranien und Goltz. Ich kann nichtaussprechen, welcher Gram und Kummer mich erfüllt; ichweiß es noch nicht zu ertragen und kann nur täglich vonNeuem den König bewundern, wie gefaßt er ist. Die armeKönigin dagegen ist furchtbar traurig und gebeugt. Manfügt, Napoleon verläßt morgen Königsberg. Ach, wennGott ihn von der Erde wegnehmen wollte, dann wäre unsgeholfen.

13. Juli.

Geburtstag der Prinzeß Charlotte. Man war denganzen Morgen bei ihr. Ich hatte viel zu schreiben; einFeldsäger wurde nach Glatz geschickt und ich schickte meinerarmen Tochter durch ihn dreißig Louisd'or. Das Diner