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Neunundsechszig Jahre am Preussischen Hofe : Aus den Erinnerungen der Oberhofmeisterin / Sophie Marie Gräfin von Voss
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gerettet — die göttliche Vorsehung will ihn noch längeram Leben erhalten.

Der Erbprinz von Schwerin kam heute hier an, er reistnach Petersburg, um sich beim Kaiser Alexander zu bedanken,daß man ihm sein Land zurückgiebt; er war Mittags undAbends bei uns. Napoleon ist bereits in Dresden, Knobels-dorf wird zu ihm geschickt, um zu bitten, daß man mit denContributionen wenigstens etwas milder verfährt. GeneralSavary reiste heute mit großem Gefolge hier durch, Napoleonschickt ihn als Gesandten nach Petersburg. Er hat ganzrecht, alle möglichen Artigkeiten für Rußland zu haben, dader Kaiser ja mehr als gefällig für ihn gewesen ist und daseinzig auf unsere Kosten.

17. Juli.

Lord Hattington, sein Bruder und noch ein paar andereEngländer kamen zu Tische, sie gehen nach Petersburg.

Kaminskoi ist mit einem seiner Regimenter hier durch-marschirt und kam zu mir, er ist ein sehr angenehmerMensch. Stroganoff und all die anderen Russen sind ganzverzweifelt und außer sich über den Frieden und jetzt reisensie Alle ab. Die Königin ging das Bataillon der Garde,das hier steht, exerzieren zu sehen, und dann gingen wirAlle am Abend unter den Bäumen spazieren.

18. Juli.

Zu Tische kamen Wilson, Gustus, General Hork, derGouverneur von Memel geworden ist, Tresckow undZawadzky, Rüchel, die Russen und die Schweden; heut Abendist das Alles abgereist.

19. Juli.

Noch immer durchreisende Russen und Engländer zu