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Neunundsechszig Jahre am Preussischen Hofe : Aus den Erinnerungen der Oberhofmeisterin / Sophie Marie Gräfin von Voss
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und das ist mir eine Wohlthat. Sie hat mir heute aucheine sehr schöne goldene Tabatidre geschenkt. Ach, die armeKönigin, wie unglücklich ist sie vor Allen!! — Abendswurde bei Dohna's Thee getrunken.

24. Juli.

Den Morgen über sind die Majestäten immer bei mirund es kommen auch einige Menschen ab und zu. DasDiner wird wie immer im Garten eingenommen; heutewaren Radziwill's und noch immer russische Offiziere beiTafel, die hier durchkamen.

Die Königin ritt spazieren, das Souper war vor derThüre. Man hat gar keine Nachrichten mehr von nirgends her.

25. Juli.

Meine theure, geliebte Königin trinkt Pyrmonter, Gottwolle, daß es sie kräftigt. Die Majestäten vor Tische wieimmer ein paar Stunden bei mir und ebenso kommen auchdie hier anwesenden und die durchreisenden Offiziere und dieEngländer an jedem Morgen zu mir. Ich verstauchte mirden Fuß und konnte nicht ausgehen. Die Franzosen ver-lassen endlich Königsberg.

26. Juli.

Ich kann gar nicht gehen und sitze nur vor meinerThüre. Die Majestäten kamen vor und nach Tafel zumir, fuhren nach Tauerlaken und kehrten zu Wasser zurück.Hitroff, Senfs und Palmer kamen, um Abschied zu nehmen.Eine Proklamation des Kaisers Alexander, die in der Peters-burger Zeitung veröffentlicht worden ist, macht ihm leiderwenig Ehre. Er sagt darin, daß der Friede ihm den Ge-winn gebracht habe, ein Stück von Preußen zu erwerben.