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24. Januar.
Da die Königin noch immer nicht Wohl ist, wurdewieder in ihren Zimmern gegessen. Abends war Concert; ichfand die Sängerinnen nicht besonders, doch fanden sie beiden Herrschaften großen Beifall.
25. Januar.
Großes Fest zu Ehren der lieben Kaiserin Elisabeth anihrem heutigen Namenstage. Vormittags feierliche Messeund Beglückwünschungs-Cour in Schleppen, dann Familien-Diner. Abends ein kostümirter Ball in unserem, demsogenannten Winter-Palais; das heißt, der Ball war demNamen nach bei der Königin, wo 16000 Personen waren,alle verkleidet, aber ohne Masken. Mir scheint, dies wardas Schönste, was ich jemals in der Art gesehen habe, undtrotz der ungeheuren Menschenmenge herrschte eine merk-würdige Ordnung.
Die Königin und beide Kaiserinnen erschienen in derrussischen Nationaltracht; man tanzte in allen Sälen desganzen Schlosses; das Souper der Majestäten war imTheatersaal des Eremitage-Flügels servirt, Alles war über-aus prachtvoll und glänzend.
26. Januar.
Wir Waren in K., dem Sommerschlößchen des Kaisers, dasaus einer Newa-Insel erbaut und sehr hübsch ist. Zu Wagenfuhren wir über den Strom, der Kaiser, der König und dieGroßfürsten fuhren in Schlitten. Abends war ein Concert imErziehungs - Institut der Kaiserin-Mutter, wo 300 adligejunge Mädchen erzogen werden. Alle waren weiß gekleidet,waS allerliebst aussah; sie spielten Klavier, sangen Lobliederzu Ehren der Majestäten, tanzten Charaktertänze mit