Mehrbändiges Buch 
Patriotische Phantasien / von Justus Mösre ; Herausgegeben von seiner Tochter J. W. J. v. Voigt, geb. Möser
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zur Bereicherung eines Landes seyn? r ^

den sie nie erwecken, so lange sie nicht selbst Hau'd"anle--gen und durch, glückliche Erfolge bereden. Von IhremGrafen sage ich nichts, als daß er der einzige Mann inseiner Art. .

Die ganze glückliche Veränderung ist einzig und al-lein eine Folge des Gewerbes und der Handlung,' die zu-erst mein Vater hieher gezogenernähret und zu ihrerjetzigen Höhe gebracht hat. Dieser Mann, der eine eig-ne Religion erfunden zu haben glaubte, und eine besondreGemeinde zu errichten gedachte, lies sich zuerst in der Ab-sicht hier nieder, um seine Profession als Cameloiwürkerin- der Stille zu treiben, und Sott nach seinem Wahneungestört zu dienen. Den Anlaß dazu gab der Predigerdes Orts, dev' in einem Rufe einer besondern Heiligkeitstand, und in der That ein Mann war, an welchem meinVater,in aller Absicht einen getreuen Gehülfen fand. Ebbauete sich zuerst nur ein kleines Haus, welches aber dochin seiner Einrichtung so etwas besonderes und gefälligeshatte, daß sich alle Einwohner ein gleiches wünschten.In diesem schlug er seinen Weberstuhl auf, und der Pre-diger verschaffete ihm noch einige Kinder aus dem Orte,die für ihn spönnen und arbeiteten. Diesen wußte ereine solche Liebe gegen sich beyzubringen, daß fast alles,was in dem Städtchen gebühren wurde, sich zu ihmdrängte. Der Prediger kam täglich und unterrichtete siebey der Arbeit; mein Vater sorgte dafür, daß sie allereinlich und auf eine vorzügliche Art in Camelot gekleidetwurden; und die Eltern, welche das wahre vom fal-schen nicht unterscheiden konnten, freueten sich, ihre Kin-der so gut aufgehoben zu sehen. Manche Vater ließensich bewegen - auf die eine oder die andre Art bey derFabrik zu dienen; und viele Mütter hielien es für einZeichen der -Andacht, sich eben so wie ihre Kinder zu klei-den; so, daß «« Zeit von zwölfJahren, Kleidung, Phy-

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