i 40 " - ÄZas muß die erste Sorge ''
zur Zeit nichts als seine Redlichkeit undGeschickllchkeit besitzt, auf diese beydenHypotheken so viel Credit findet, als ergebraucht.
„Es finden sich unzählige Leute im Staate, die Rednlichkeit und Geschicklichkeit besitzen: Beyde Tugenden lie-gen aber wie unsre Heyden brache und Mgenutzt, weilihre Besitzer nicht das Vermögen haben, sie urbar zu-machen. Blös die Religion oder eine moralische Vereinuigung der menschlichen Gemüther kann-hier-aushelfem-Der Reiche muß dem Armen so nahe kommen, daß erihm völlig ins Herz, und dort seine Sicherheit sehenkann; alle Grundsätze der Religion und der Sittenlehre,-welche dem Credit zu statten kommen. Müssen auf daslebhafteste gefühlt und in dauerhafter Uebung seyn. DieGeistlichen, welchen wirklich die Vorsorge für einen grö-Hern Theil unsrer zeitlichen Glückseligkeit obliegen sollte,-als man ihnen insgemein gönnet, Müssen die einzelnenGlieder ihrer Gemeine beständig in einem solchen-Lichteerhalten, daß einer dem andern sein Vermögen ohneHandschrift vertrauen kann, wie solches unter den großenKaufleuten beständig geschieht. Anf solche Art können alleMitglieder des Staats, ohne eigne Gelder zu haben,nützliche Unternehmungen anfangen, und zu jeder Zeit-Hülfe finden. Gesundheit, Fleiß und Redlichkeit machendas größte Capital-des menschlichen Geschlechts aus;alles Gold und Silber in der Welt reicher so wenig dar-an, als das baare Geld an den gesammten Credit reicht;und jedes Mitglied des Staats, das in den Stand ge-fetzt wird, jenes Capital zu nutzen, ist ein größerer Ge-winnst für denselben, als ein bemittelter Verschwender,der durch Titel und Bedienungen ins Land gezogen wird.Allein unter den strohernen Bknöcn, welche die mensch-liche Gesellschaft in den mehrsten Ländern verknüpfen,bleibt piese ergiebige Mine ungenutzt, rmd man hat die
Tugeu-