roch Der Wirch muß vorauf.
machen sollte. Wie es den andern Morgen dreyschlug, sagte ich daher zu meinem Manne „DerWirth muß vorauf;" und so wie er dieses einigeMal gethan hatte, war alles Gesinde so geschwindbei der Hand: daß ich seit der Zeit nicht nöthiggehabt habe, ein einziges Mal mit der Viehmagdüber ihren langen Schlaf zu schmähten. Anfangs fieles uns etwas hart, so früh die warmen Federn zuverlassen. Wie wir es aber erst eine Zeit lang ge-than hatten, war es uns nicht möglich, lange überdie gewohnte Zeit darin zu verweilen; und wennein Feiertag uns eine Stunde spater aufforderte:so waren wir doch zu rechter Zeit munter, und feier-ten ihn nicht in süßen Umarmungen. Jeder Feiertagwar uns dann doppelt willkommen, und wir freuetenuns oft seines Anbruchs.
Nun mein Schatz, weißt du mein ganzes Ge-heimniß, und wenn du dasselbe wohl anwendest: sowirst du nicht nöthig haben, dich über Unordnung imHarishalt zu beschweren. Andern zu befehlen undVorschriften zu geben, ist keine Kunst; man mußvorauf gehn, wenn man gefolgt seyn will, auf dieBresche wie auf die Dresche; und der Soldat lachtüber den Hauptmann, der ihm hinterm Eichbaumebefehlen will, als ein braver Kerl die Sturmleiterhinauf zu klettern. So handeln aber unsre mehrstenHaushalter; sie selbst wollen schlafen, Coffee trinken,und hinterm Ofen sitzen; das Gesinde aber soll sichquälen und schlecht behelfen. Das geht nicht, undwird in Ewigkeit nicht gehen, der Wirth mußvorauf. Nächstens ei« mehreres, und damit Gottbefohlen.
XXVII.