Ver Landbesiher. 219
Mittel anzugeben weiß. Es bleibt mir daher nichtsübrig, als die Verfassung selbst sich so nach und nachabändern zu lassen, als es dir Bedürfnisse so vielerjungen Leute, , die doch auch henrathen , und ihr Ge-schlecht in Ehren fortpflanzen wollten, erfordert.Hiezu zeigen sich nun folgende Umstände in der Ge-schichte.
Der Kaiser vermehrte immer mehr und mehrseine Dienstfolge; die Herzoge, Bischöffe, Grafenund Herrn thaten nach und nach ein Gleiches, undhierin begab sich der vornehmste Ueberschuß- Es Ent-standen Schutzgerechtigkeiten unter Kaisern, Herzogen,Bischöffen, Grafen und Herrn, und in dieselben zogsich eine Menge von Leuten, welche sich mit Kräme-rei und Handwerk zu ernähren suchte; aus denselbenerwuchsen mit der Zeit Städte, Weichbilde und Dör-fer. Nebenher entstanden noch allerhand Hoden undEchten unter dem Namen eines Heiligen, welche nachund nach auch solche Leute aufnahmen, die sich, mitErlaubniß der Hofgeseffenen, einzeln einen Kottenoder eine Hütte erbaueten , und entweder ein PfundWachs zum Licht der Pfarrkirche, , eine Brieftracht,oder andre kleine gemeine Last übernahmen, um ihreHütte zu verdienen. Das Geld kam mittlerweile ausden reichen Ländern der Römer und Franken zu unsherüber, und folgte dem Kriege oder der aufkeimen-den Handlung. Die Kirche drang in ihren frühestenVerordnungen für die nördlichen Gegenden auf einezulängliche Aussteuer für Mädchen, die sich ihremStande gemäß verheuratheten; und der römische Braut-schatz, welcher, in einer Verfassung entstanden war,worin lange ein starker Geldreichthum, viel bürgerli-ches Vermögen, sehr viel fliegend Land, und einebesoldete Kriegesmacht gewesen war, empfahl sich
unsern