Zi6 Etwas zur Naturgeschichte rc»
immer mehr und mehr verschwinden, und nur dasjenigedavon beibehalten sehen, was wahren Nutzen brächte.
Die Insulaner wollten sich aber doch mit diesenGründen nicht beruhigen, und verglichen sich endlichmit dem Robinson dahin: daß nach fünfzig Jahrenein Jubeljahr verkündiget, und jedem freigelassen wer-den sollte, zu ziehen wohin er könnte und wollte. Ro-binson willigte hierin um so viel lieber: weil er einesTheils hoffte, daß die Insel in dieser Zeit hinlänglichbevölkert seyn würde, und es andern Theils selbsthart fand, die Nachkommen seiner Colonistön in alleEwigkeit haften zu lassen.
Indessen erhellet hieraus, daß es nicht sowohlKrieg und Tyrannei, als natürliche Bedürfniß undVerbindlichkeit in der Jugend eines Staats gewesen,.welche das Leibeigenthum oder die Leibcshaft so frühund so allgemein eingeführet hat. Denn Leute, welchenichts hatten, mußten froh seyn, daß man ihnen Cre-dit auf ihren Leib gab.
I.XI!.
Der Freikauf.
Boiko war der leibeigne Knecht eines sehr gütigenGutsherrn, und doch hatte er lange gewünscht „den Hof,welchen er von ihm zum Bau unterhatte, als sein freiesEigenthum zu besitzen;" aus Besorgniß, der Nachfolgerseines Herrn möchte einst Minder edel denken, oderdurch die immer geschwindere Zeiten genöthiget werden,ihn an einen Tyrannen zu verkaufen. Die Freiheitwar ihm oft mit allen ihren hohen Reizungen erschiennen, und mehr als ein Mal hatte er die Eiche mit denAugen gemessen, wovon er sodann völliger Herr seyn
würde-