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Umriß einer christlichen Weltgeschichte / von Friedrich von Maltzan
Entstehung
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kündet sich hier die Bibel als die wahre Quelle einer allge-meinen Geschichte, wie sie sich nirgends anders wo findet.Sagen und Fabeln ohne rechten Zusammenhang trifft manbloß in jeder andern Urgeschichte. Der Reichthum des Inhaltsin den kurzen. Bibelworten, verbirgt sich unseren Augen, dasie schwach von der Sünde geworden sind. Die Hoffahrt suchtselbstgefällig in der Geschichte nach Thaten der Sünde; frägtnicht nach der göttlichen That der Erlösung, worin eben dieHoffahrt verdammt ist. Nur die Demuth empfängt durch denGlauben das Licht in der dunklen Vergangenheit. Was hilftdie unchristliche Geschichte des Alterthums mit leeren Namen,Zahlen und Thaten des von Gott abgewandten Lebens? Da-her das nicht aufzuhellende Dunkel in der alten babylonischen,ägyptischen, und gar in der chinesischen und indischen Geschichte.Die Führung Gottes zur Erlösung tritt dagegen in der Bibelmit hellem Lichte hervor. Daß es doch der Glaube mit Gebetzu erfassen trachtete; nicht den Beistand des heiligen Geistesverschmähte! Da wo die Staaten dem Erlösungswerke dienen,treten sie in der Bibel aus, und ihre Geschichte dahin, ist nichtuntergegangen. Berücksichtigen wir wohl, was an heidnischenGeschichtsbüchern verloren und was erhalten ist! Gewißlich,alle Meuschenthaten blieben in der Geschichte bewahrt, welchedas Erlösungswerk näh oder fern preisen. Das ist ihr gei-stiger Werth, ohne welchen sie der bloß physischen Natur an-gehören.

Zweites Kapitel

Die Nachkommen Sem, Ham und Japheths.

Japheths Nachkommen verbreiteten sich über Europa undNordasien; die des Ham, des erhitzten, sonnverbrannten, überOstasien, Afrika'und das gegenüberliegende Arabien und Sy-rien; die Nachkommen des Sem verblieben als Kern in derNähe der Geburtsstätte der Menschheit, der erschaffenen wieder wiedergeborenen, aus den gesicherten Höhenländern umMesopotamien her, wenn sie schon auch in wunderbarer Zer-streuung als Juden, Saracenen und vielleicht auch als Ame-rikaner, von Peleg abstammend, alle Theile der Erde erfüllthaben. Bei Peleg heißt es (Kap. 10, 25): daß zu seiner