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Umriß einer christlichen Weltgeschichte / von Friedrich von Maltzan
Entstehung
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der Tod gedroht. Auf die Vernachlässigung der Gebote, dysollst nicht andere Götter haben, du sollst den Namen Gottesnicht mißbrauchen, und du sollst den Feiertag heiligen, stehtauch der Tod, aber durch Steinigen, daß sich bei solchem Greuelselbst nicht die Menschenhand durch Berührung verunreinige.Das Todten ist hier überall ein Ausrotten des Greuels unterdem geheiligten Volke. Der Sünde Sold ist der Tod; allenMenschen wird durch die menschliche Geburt von Adam mitder Sünde der Tod angeerbt. Dies Gesetz blieb den Menschenvon der ersten Offenbarung beim Sündenfalle in der Seelestehen, wie dieselbe es auch täglich in ihrem Innern neu er-fährt. Wo Gott den Menschen wieder sichtbar erscheint, wiehier dem Volke Israel, da spricht er.auch wieder dieses Gesetzaus; und das Gebot, daß auch der Mensch die Sünde mitdem Tode strafen solle, ist nur Verkündigung des göttlichenGesetzes; wird hier die göttliche Handhabung des Gesetzes inder Menschen Hände gelegt, so erscheint die Obrigkeit alsGottes Stell» ertreterin. Da der Tod der wachsenden SündeEinhalt thut, daß sie nicht übermächtig zum ewigen Todewachse, so ist der Tod eine Gnade, ein Erretten Gottes. Solange die Menschen das Gesetz Gottes begreifen und halten,werden sie die Todsünde mit dem Tode abbüßen lassen. Soist denn das Volk Israel, wenn es an ganzen Völkern wie anEinzelnen die Sünde durch den Tod tilgte, kein grausames,nur nach Blut lüsternes. Ja, um dieses Ausüben der gött-lichen Gerechtigkeit nicht zum Blutdurst werden zu lassen, alswelchen sich auch nie im alten Testamente die Todesstrafe zeigt,ist so strenge das Leben geheiligt. Je weniger die Menschenan Gott und seine Gerechtigkeit glauben, desto weniger übensie auch Gerechtigkeit, lassen desto weniger den Tod aus dieSünde folgen. Todsünden läßt man ungestraft, desto mehrmühen sich unsere Richter mit Streitigkeiten ab, die der Menschdem Menschen vergeben sollte. Israel erwuchs als ein Volkin der Gerechtigkeit Gottes, nicht in der eigenen. Solches Gesetzbereitete vor auf das Evangelium, und mit solchem Gesetzebekam Israel einen großen sittlichen Ernst vor allen Völkernvoraus. Und der Herr sprach: wenn ihr in das Land kommt,das ich euch geben werde, so soll das Land seine Feier dem