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Simon der zugleich Hohepriester war. Der vertraute wieder alleindem Herrn, da ward Friede mit den Feinden, und Jerusalemerwachte zu dem alten Glänze, daß auch die Zionsburg denSyrern entrissen ward. Das dankbare Volk knüpfte 140 v. Chr.an Simons Geschlecht die erbliche Würde des Hohenpriestersund Fürsten, bis Gott einen rechten Propheten senden werde.Sein Sohn Johannes Hirkanus siegte ferner in dem Herrn,eroberte Samarien und Galliläa, zerstörte den Tempel auf demGarizim, den Juden so lange ein Aergerniß, und zwang dieEdomiter, von Esau abstammend, zum Judenthum. Als aberJohannes Sohn, Aristobul 106 v. Chr., wider die Einsetzungseines Geschlechts, den Königs-Namen annahm, da wich dieGnade Gottes von den Maccabäern; Zwist und Mord zer-störten sie, nach Rom wandten sie sich und Julius Cäsar setzteeinen Statthalter, den Edomiter Antipater, in das Land. Je-rusalem und Rom traten sich mm zuerst gegenüber.
Dreiundzwanzigstes Kapitel.
Die Römer.
Wenn die Römer die Gründung ihrer Stadt in das Jahr753 v. Chr. setzen, so finden sie doch zu Rom Bauwerke' einerUrzeit; eine uralte Stadtanlage ward hier wohl nur wiederbevölkert. Zwei Jünglinge königlichen Geschlechts aus Alba-longa, Romulus und Remus, erwählen sich mit ihrem Gefolgevon 3000 Streitern hier ihren Wohnsitz, und angesiedelt, raubensie sich Frauen. Dies bringt Streit aber auch Vereinigungmit den Nachbarvölkern. Ein Königthum wo nur sieben Kö-nige in 245 Jahren herrschten, denen ein Rath ehrwürdigerMänner, der Senat, zur Seite stand, legten durch Gottesdienst,Rechtsentwicklung und fortgesetzten Krieg einen langehin uner-schütterten Grund zu Roms Weltherrschaft.
Der zweite König Numa Pompilius ordnete den Gottes-dienst, so daß das Priesterthum mit dem Bürgerthum einfluß-reich verbunden ward, und eins das andere weihte und hin-wieder kräftigte. Keine öffentliche That blieb ohne gottesdienst-liche Weihe, sonst war sie eine verderbliche. Pietät war einAusdruck gleich für das Staats- wie Familienverhältniß. DerBürger gehörte grade als Bürger dem Staate an, der aber