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mehr göttlichen Ursprungs und göttlicher Beziehung war alsder griechische Staat und es blieb, bei aller Hingebung, dieFamilie mehr in ihrem Rechte. Hieraus richtete Servius Tul-lius eine Steuerversassung ein, welche die Bürgerklassen nachRechtsbegriffen und Vermögen angemessen nebeneinander stellte,ste bewährte sich bis zum Kaiserthum. Aus solchen Grund-lagen entwickelte sich der Römer Sinn für das Recht, daß ihreallmälig ausgebildete Gesetzgebung noch immer das höchste Er-gebniß menschlicher Weisheit ist. Im Rechte leben, andernRecht geben, bewahrt Sittlichkeit und sichert allen VerhältnissenDauer. Liebe für das Landleben war Hiebei ein besonderesMoment für Roms Herrschaft. Aus dem Landleben traten diegrößten Feldherrn an die Spitze des Heeres, nach ihm sehntensich alle Römer zurück, wo dann eine einfache mit der SchöpfungGottes in Berührung stehende Lebensweise Leib und Seelestärkte. Alle aufkommende Mißstände, Unzufriedenheit undZwiespalt verschlang der fortdauernde Krieg, der dann auchden ausgedienten Kriegern eine Ruhestelle in den Colonieneroberte. In diesen Verhältnissen war es weniger, daß ein-zelne ungewöhnliche Geister, wie in Griechenland, sich hervor-thaten, als daß viele ruhig besonneue, gegen sich und anderestrenge Männer, einen kräftigen Willen kund gaben.
Nachdem die Könige vertrieben worden, zogen die mäch-tigsten Familien in Rom, die Patricier, die königliche Gewaltan sich, zwei Consuln herrschten jetzt mit dem Senate. DieKriege nach Außen dauerten fort, Anfangs gegen das vertrie-bene Königsgeschlecht, dann zur Erweiterung der Macht, dennim Kriege fand der arme Bürger Beschäftigung und lernte Ge-horsam. Aber im Kriege mußte jeder Bürger sich selbst aus-rüsten und unterhalten, dies verschuldete die Armen so tief.daß sie bei der Härte der Gesetze Sclaven ihrer Gläubiger,der reichen Patricier wurden. Daraus entspann sich ein in-nerer Kampf in Rom. Es waren Familien die in Erinne-rungen von besonderer Beziehung zur Gottheit, einen Werthauf ihre Abstammung legten. Sie gedachten zwar nicht derEbenbildlichkeit zu dem wahren Gotte, sondern dünkten sichNachkommen falscher Götter oder göttlicher Heroen. So sinddiese Familien, der römische Adel, auch hier, die Träger des