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Römer, an der Trebia und an dem Trasimenischen See. DochFabius Maximus von seiner Kriegskunst Cunctator (Zauderer)benannt, ward das Schild Roms, vermied jede Schlacht, undermüdete den Feind durch Hin- und Herziehen. Thöricht ließensich andere Feldherrn Roms zur Schlacht bei Cannä verlocken,und Hanuibal gewann den glänzendsten Sieg. Rom war stetsim Unglücke groß und es bot alles auf da Carthago auch inSpanien glücklich war.
In Italien trat neben den alten Cunctator der kühneClaudius Marcellus; und Hannibal von Carthago schlecht un-terstützt, kämpfte bald nur für seine Erhaltung in Italien, dochnoch 15 Jahre lang.
Nach Spanien war Cornelius Scipio, 24 Jahre alt, alsFeldherr geschickt, und hatte schon durch Tapferkeit und Mildealles besiegt und gewonnen; auch die letzte Stadt Neucarthagoging den Feinden verloren. Scipio ward hierauf nach Siciliengesandt, setzte aber bald mit zwei Legionen nach Afrika über,wo er schon die Numidier als Bundesgenossen bereit fand.Jetzt mußte Hannibal nach Afrika zurück, und die Schlachtbei Zama entschied. Carthago besiegt, bat um Frieden, undward auf sein nächstes Gebiet beschränkt 201 Jahre v. Chr.
Von hier an hielt Rom unaufhaltsam seinen Siegeslaufdurch die Welt, über Macedonien nach Syrien in Asien hin,und so weit als Staaten und Völker mit Rom in Berührungkamen. So lange Rom von dem Andränge feindlicher Nach-baren in Zucht und Anstrengung gehalten wurde, so langeArmuth und Unkeuntniß eine Sitteneinfalt unterstützten, wardie Entwickelung des Staats durch Gesetzgebung ein • Beispieldessen was der natürliche Mensch erreichen kann, war vollinnern Lebens. Als aber, besonders durch Asien, Gold völligder Mammon Roms ward, und nun die Versuchung herantrat,da fiel die römische Tugend tief und tiefer, aus eigener Kraftkam kein Wiederaufstehen; sonst, als hohle Form, hielt langenoch der Staat und die Gesetzgebung ein Ganzes zusammen,das als solches für das Reich Christi einst seinen Zweck habensollte.
Die Zeit von dem zweiten Frieden mit Carthago bisChristi Geburt, 200 Jahre, war wild und voll innern und