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Umriß einer christlichen Weltgeschichte / von Friedrich von Maltzan
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Des Herodes drei Söhne theilten sich das Land, und esblieb so weit beruhigt, daß keine äußere Störung den Herrnbis zu seinem Eintritt in das Lehramt bedrohte.

Fünfundzwanzigstes Kapitel.

Die Erscheinung des Herrn.

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns (Joh. 1.14) und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als diedes eiugebornen Sohnes vom Vater!

Der Herr, der einige Sohn des Vaters, voller Gnadeund Wahrheit, welcher empfangen von dem heiligen Geiste,geboren von der Jungfrau Maria, hatte gelehrt; und wie Gottder Herr den Ersterschaffenen anblies, daß er eine lebendigeSeele ward, so hatte Er die Apostel, die Erstlinge seiner neuenMenschheit, angeblasen und gesprochen: nehmet hin den heiligenGeist, und die neue Seele ward ihnen. Und nun hatte derHerr gelitten unter Pontio Pilato, war gekreuzigt, gestorben,begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wiederauferstanden von den Todten, aufgefahren gen Himmel, sitzendzur Rechten Gottes des allmächtigen Vaters von bannen erkommen wird zu richten die Lebendigen und die Todten. Daward an den Pfingsten der heilige Geist über die ganze künf-tige Menschheit ausgegossen, wie Adam erst in der SchöpfungEva's vollendet ward. Hatte des ersten Adams Fall der Men-schen Natur und Wesen verderbt, der zweite Adam zeugte, jenach dem freien Willen des Menschen, durch den heiligen Geisteine versöhnte Menschheit. Der Herr hatte gesprochen: ich binder Weg, die Wahrheit und das Leben, und der Weg in seineheilige Gemeinschaft, die Kirche diese Ehe, wo der zweiteAdam auch spricht: das ist Fleisch von meinem Fleische, jadieser Leib, wo der Herr das Haupt und alle Gläubigen dienöthigen Glieder sind der Weg ist der Herr selbst, nachdemdie Taufe im Namen des Vaters, des Sohnes und des heili-gen Geistes vollzogen worden. Als Wahrheit gab sich derHerr in seinem Worte, welches Er selbst, von Ewigkeit beiGott seiend, war (Joh. 1) und welches in dem aufgezeichnetenWorte der heiligen Schrift immer menschlich vor Augen bleibt,und dem Menschen der durch das Wort Seele ist, mit dem