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Umriß einer christlichen Weltgeschichte / von Friedrich von Maltzan
Entstehung
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ihrem Geschrei vor Pilatus aussprachen: sein Blut kommeüber uns! Ueber eine Million Juden fanden den entsetz-lichsten Tod. . Und als Tuns endlich die Stadt erstürmte, er-griff Feuer den Tempel, wie sehr der Sieger es abzuwehrensuchte, und des Herrn Verkündigung traf weiter ein, kein Steinblieb aus dem andern. Von da an wurden die Juden in alleWelt zerstreut, ein Reich hatten sie nicht mehr, aber ein- Volkblieben sie auch in aller Zerstreuung, und sind es noch, damitsie aller Welt dienen als Spiegel der Strafe Gottes und hin-wieder seiner Treue, die das auserwählte Volk trägt und zieht,so lange bis es zuletzt eingehn soll zur Kirche. Darum habendie Juden auch ihre besondere Volksgeschichte, sind nicht bei-läufig in einzelnen Ländern zu erwähnen.

Drittes Kapitel.

Das Christenthum findet Eingang in das

römische Reich.

Die Apostelgeschichte des Evangelisten Lukas lehrt wie die.Kirche an dem Leben und der Lehre des Herrn, in denr Evangelio,sich von Anfang aufbaute; dort steht, was für den Aufbau ge-schah und geschehen mußte; daneben lehren die Briefe der Apo-stel, wie das geistliche Amt geführt wurde und werden muß.Alles ist hier gegeben zum ewigen Vorbilde der Kirche, bis derGlaube zum Schauen durchgedrungen sein wird. Das Amtder Schlüssel vom Herrn zum Ausbau seiner Kirche gesetzt(Matth. 18), offenbart in der Apostelgeschichte seine göttlicheKraft. Wie die Kirche, diese Gemeinde aller einzelnen Ge-meinden, der Leib sein soll, wo Christus das Haupt und alle,die an Ihn glauben, die Glieder sind (l. Corinther 12 u. 14),,daß jegliches Glied nach seinen Gaben in dem einen heiligenGeiste arbeite, so ist das Amt gesetzt, daß an Wort und Sa-crament sich alle in der Glicdschaft auferbauen, bis daß allehinankommen zu einerlei Glauben und Erkenntniß des SohnsGottes und ein vollkommener Mann werden. Ephes. 4. Daßdies Amt heilig bleibe, nicht der Welt Unterthan werde, dasist so schwer, und doch die ewige Aufgabe, nach dem Gebotedes Herrn.