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nischen Völker, ihre Berufung für Christi Reich. Und so be-gann der Kampf des Glaubens.
Die Versöhnung der Menschen mit Gott ist der Wende-punkt aller Geschichte, wo dies übersetzn bleibt, ist eitel Lüge.Die sogenannte politische Geschichte ohne jene Richtung, ent-behrt des wahrhaften Inhalts. Freilich nach der gewöhnlichchristlichlauen Geschichtsbearbeitung (denn wer nimmt die Bibelals Richtscheid durchweg?) hat man wenig Vorarbeit, und mußim Gebet den Zusammenhang suchen.
Nachdem Juden und Heiden mit allen Künsten vergebensdie Offenbarung Gottes des Vaters bekämpft hatten, versuchtensie es den Sohn Gottes, und dann den vom Vater und Sohneausgehenden heiligen Geist zu bestreiten. Anus war hier derAnführer (f 336 n. Chr.), doch noch unter Constantin bekanntesich 325 n. Chr. die Kirchenversammlung für die GottheitChristi und den dreieinigen Gott. Indeß blieb die Partei derArianer groß und verwirrte heftig die Menschen. Der gott-gekrästigte Athanasius, 46 Jahre bis 372 n. Chr. Bischof inAlexandrien, war es, der den Kampf für den wahren Glaubensiegreich fortführte, und bekannte denselben so begnadigt, daßnoch fort und fort die Christenheit das Bekenntniß des Atha-nasius als das wahre ablegt.
War hiermit eine Schutzwehr gegen die Irrlehren ausge-richtet, so stritten unter derselben der körperlich so schwache,aber von dem Herrn so gekrästigte Gregor von Nazianz; vorallen herrlich Ambrosins, vom Krieger znm Bischof von Mai-land gemacht t 397, der auch den Kirchengesang ordnete; derhochberedte Chrysostomus, Bischof von Constantinopel f 407,und der fenereifrige Mönch Hyronimus t 420, der durch seinelateinische Uebersetzung der ganzen Bibel (die vulgata) denUebergang des Christenthums in das Abendland erleichterte,der in der lateinischen Sprache den Ausdruck für das Gött-liche, wie er von dem Hebäischen in's Griechische vermittelt,so weiter hinüber einpflanzte. Doch die Feinde stürmten nochlange gegen an, oft mit erschütternder Macht. Die Kirche imMorgenlande war es, wo der Morgenländer glühende Inner-lichkeit, von griechischem Scharfsinn geleitet, die Lehre von demoffenbarten dreieinigen Gotte zu aller Fülle der Erkenntniß