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Weil Israel feinen Höhepunkt erreicht hat, den es sichnur selbst verzäunt, so hat es nicht 'wie andere Völker, i>\terst im Christenthum leibliche und geistige Bildung erringensollen, eine «Ptaatsgeschichte des leiblichen Lebens; es ist ihmnichts verloren, wenn es anders dem Willen Gottes folgenwollte. Gott ist ohne Wandel, seine Erwählung des Volkesbleibt, wenn schon die Einzelnen sich ihr entziehen. In seinerVerstocktheit, und da es doch die Verheißung enrpsangen, Israelsolle nach allen Heiden znm Glauben eingehen, hat es nureine Geistesgeschichte, eine Geschichte wie die Seele im Zu-sammenhange mit ihren schönsten Zeiten ringt, den eigenenWillen gegen die Führung des Herrn durchzusetzen. Die Lite-raturgeschichte der Juden wird die Grundlage ihrer Geschichtesein müssen.
In Babylon waren aus der ersten Gefangenschaft vieleJuden zurückgeblieben, und hatten sich gemehrt, daß Jerusalem,durch Titus belagert, von dorther Hülfe erwartend, sich längervertheidigte. Der Islam befreundete sich leicht mit den Juden,und neben dem Kalifat in Babylon erhob sich ein jüdisches-Patriarchat. Es brach hier ein Auflodern des jüdischen Geisteshervor, der doch immer, auch noch wie schwach, das heiligeWort umkreisen mußte, aber im Einfluß des Sinneberauschen-den Islam zu einer unheiligen Flamme aufschlug, an derSatan seine Blumen trieb. Der Islam führte Israel vonseiner Erwählung noch weiter ab, und da ward auch dieseHerrlichkeit iu Babylon zerstört. Nur Buße thaten die Judennicht, sondern folgten dem Islam auf seinem Siegeszuge nachSpanien, um hier das Verderben Babylons zu erneuen. Dennals das Kalifat in Babylon 997 n. Chr. sank, hörte auch dasPatriarchat auf, aber in Spanien begann für Jslamiten undJuden eine neue Zeit des Sinnenrausches. Auch in dem neuenfrevelhaften Spiel mit Geistesblüthen zeigte sich das hochbe-gabte Volk.
Es entwickelte sich in Italien, in Zusammenhang mitJerusalem, das Alttestamentliche durch die Nahe des Christlichenstrenger bewahrt, eine jüdische Dichtkunst, deren schimmerndsteZeit von 940 bis 1040 n. Chr. fällt. Die altiberische Dicht-kunst ist weltlich trunken.. Denn nach Spanien verbreitete sich
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