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Umriß einer christlichen Weltgeschichte / von Friedrich von Maltzan
Entstehung
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I W e i t e Abtheilung.

Joh. 15. Einen jeden Reben, der da Frucht bringet, wird Er reinigen,daß er mehr Frucht bringe.

Erster Abschnitt.

Der Herr will als das Wort in dir nach Sprachen ge-sonderten Völker einkehren, lDibelöbersehang in die Volksspra-chen) und dem gegenüber, Bekenntniß des Volkes.

Erstes Kapitel.

Uebersicht.

Kindlich sinnlich aufgefaßt, hat man Europa in seinerWeltstellnng einer Jungfrau verglichen. In dem Namen Jung-frau, den Europa so sich beilegt, ruht wohl ein Ahnen dessen,daß Gott der Herr sie sich zu einem Gefäße der Ehren geschmückthabe. Moses redet in bestimmter Folge von Ländern, Ge-schlechtern und Sprachen. Als Land ahnete Europa sich vomHerrn ersehen, auch die germanischen Geschlechter Europasfühlten sich jungsäulich in ihrer demüthig gläubigen Hingebungan den Herrn, daß nun der Herr diese Jungfrau Europa, alsseine Braut erklärte, hier seine Kirche, seinen Leib ersehen,woran zwar Glieder zu Ehren und Unehren sind, doch alleVölker Glieder sein sollen des heiligen Leibes, wo er dasHaupt ist.

Es waren nochmals durch Tamerlan alle Völker Asiensund des bekannten Afrikas zu einer wogenden Fluth geworden,deren Wogen an die Küsten der Christenheit heranbrandeten;