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Heimich begann seine Herrschaft mit dem Abschluß einesLandfriedens für alle deutschen Ostseeküstenländer 1283, dererste in diesen Gegenden. Endlich in Sicherheit, wollte mansich des glücklichen Gedeihens erfreuen. Hierbei und sonsten,nutzte Heinrich klug die dänische Kriegsmacht. Denn wie sehrdiese bei der Gefangenschaft des siegreichen Königs Waldemardurch den Grafen von Schwerin, und dann durch seine Nie-derlage bei Bornhövede, 1227, gedemüthigt worden, sie hattesich an der deutschen Küste wieder erhoben durch die Thorheitder Fürsten zu Rostock und Rügen, welche ihre Länder zu dä-nischen Lehen hingegeben.
Der Seehandel war auch durch die Waffen zu schützenum so lieber ergab sich ihm der Stadtadel, dem Waffenruhenicht behagte. So ward dieser Adel reich, und um so mäch-tiger in der Stadt. Der Reichthum des Handels bereicherteaber auch bald. das Handwerk, und die Handwerker strebtennun nach gleicher Gewalt mit dem Adel. Das war der Grundaller Städteuuruhen dieser Zeit. Die Handwerker sahen un-gern den Aufenthalt der Fürsten in ihren Mauern, zumal beiFesten, wo noch mehr Adel hineinströmte, und bedrohte oderGewalt brauchte.
So stand es auch um Wismar. Die fürstliche Burg schienfreiheitsgefährlich, und nach verschiedenen Zwistigkeiten fürchtetedie Stadt die fürstlichen Hochzeitsfeste, wo der Stadtadel zuviel Anhang bekam; man verweigerte die Aufnahme. Der Lan-desherr erhielt 1311 Hülse von allen Nachbarin, besonders vonWaldemar von Brandenburg, dem gewaltigen Kriegsmann. DieStadt ward hart bedrängt, flehte um Gnade, welche der Lan-desherr bald angedeihen ließ, weil er seine reiche und sonstwerthe Stadt nicht vernichten mogte. Rostock führte ähnlicheDinge, aber übermüthiger herbei. Erich, König von Dänemark,hielt Großes auf Heinrich den Löwen, so nannte schon dieKriegswelt den mecklenburgischen Fürsten, und setzte ihn zumStatthalter in Rostock, nm die ungehorsame zu demüthigen.Dieselben Bundesgenossen zogen auch vor Rostock; aber dieBürger wehrten sich mannhaft. Die Gewerke wurden mächtigüber den Adel, und vertrieben unter dem kühnen Rüge denalten Rath. Mit List eroberte Heinrich die Stadt, Rüge ward
v. Maltzan's christl. Weltgeschichte.
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