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Umriß einer christlichen Weltgeschichte / von Friedrich von Maltzan
Entstehung
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war. Auch Joachim stiftete 1506 eine Hochschule zu Frankfurtan der Oder, ste ward aber für das Land kein Wittenberg.Strenge wie der Churfürst war, mußte seine Gemahlin, Eli-sabeth von Dänemark, wegen ihres lutherischen Glaubens nachSachsen fliehen, und kehrte erst nach seinem Tode 1534 zurück.Der Sohn, Joachim u., ward doch erst 1540 lutherisch; dasVolk bekannte stch nun allgemein zum wahren Glauben, daschon viele stille Bekenner vorhanden. Die Religionsangele-genheiten, welche jetzt Deutschland bis zum -vernichtenden Kampfbewegten, fanden Joachim ziemlich theilnahmlos; nur für denPassaurr Vertrag that er entscheidende Schritte. Lebhafter er-wies er sich bei dem Concordieuwerke durch seine TheologenMusculus und Körner. Noch sicherte er seinen Nachkommendie Erbfolge in dem Herzogthum Preußen, wo der Hochmeister,Markgraf Albrecht, von Polen als weltlicher Fürst belehnt war.Seine Vettern in Franken bethätigten sich weit mehr für denwahren Glauben. Schon Friedrich, der Sohn Albrecht Achilles,waltete ganz wie der Vater für den Kaiser und gegen störrigeReichsstände. Seine vielen Söhne dienten, die' Reformationauszubreiten. So Casimir, ein tapferer Krieger, der jedocheilte die wahre Lehre in sein Land einzuführen; Albrecht thatein Gleiches in Preußen, und Wilhelm, als Bischof von Riga,in Liefland; des frommen Georg Andenken ist noch durch seineKirchenordnung gesegnet. Casimirs Sohn, Albrecht, Alcibiadesgenannt, um seiner wunderbar großen und verderblichen Tha-ten willen, suchte überall kühne Kriegsgefahr; bet Glaubengalt ihm gleich. Daher kämpfte er mit dem Kaiser bei Mühl-berg, als Freund Herzogs Moritz, ward gefangen, von demSieger aber bald befreit und beschenkt. Mit Moritz unternahmer auch die Rettung der Evangelischen, wollte den Kaiser wei-ter verfolgen, entzweite stch deshalb, kriegte nun auf eigeneHand, brandschatzte fürchterlich die Geistlichen, ward darob ge-ächtet, in der Schlacht bei Sievershausen überwunden, undweiter siegreich verfolgt, floh er nach Frankreich. Er starb 35Jahre alt, ehe er von der Acht frei kam. Georgs stiller Sohn,Georg Friedrich, schloß diesen edlen fränkischen Nebeuzweig 1603.

Johann Georg herrschte nach seines Vaters, ChurfürstJoachim H., Tode 1571 bis 1598. Es kam unter ihm und