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Umriß einer christlichen Weltgeschichte / von Friedrich von Maltzan
Entstehung
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die daraus entstehende Trennung von seinen Unterthanen schonzu beurtheilen, doch er ward calvinisch, und seine 22 Jahredes Herrschens waren eben so viele Jahre des dreißigjährigenKrieges. In Preußen kämpften schon Schweden und Polen,in den Marken folgten seinem Schwager, dem Flüchtling Fried-rich V. von der Pfalz, bald alle mögliche Kriegsschaaren, inEleve wütheten fort Spanier und Holländer. Georg Wilhelmvertraute fast willenlos seinem Minister Gras von Schwarzen-berg, der trachtete, seinen Herrn dem Kaiser treu zu erhalten.Wäre der Churfürst kriegerisch gewesen, so besaß er wohl dieMacht, seine Treue kräftig zu erweisen. Denn ehe Wallensteinganz eigenmächtig schaltete, konnte ein kräftiger Reichsfürst nochPartei halten. Als gar 1630 Gustav Adolph landete, welchenSchwager der Churfürst doch selbst von dem polnischen Kriegebefreit hatte, zur Hülfe gegen Wallenstein, da zeigte sich derschwankende Sinn; calvinisch konnte Georg Wilhelm entschieden,weder kaiserlich-römisch, noch schwedisch-lutherisch sein. Sotraf ihn der Vorwnrf, das Unglück von Magdeburg verschuldetzu haben. Seinen Ländern brachten die Schweden auch keinevorübergehende Erleichterung, wie in einer Brandung der Seeüberstürzten sich die Kriegesschaaren. Eben so wenig half derBeitritt zum Präger Frieden; denn je mehr jeder fürchtete,der Churfürst könne sich ermannen und irgendwohin sein Ge-wicht geltend machen, desto eifriger vernichtete man alle Mitteldazu. Die entsetzlichste Verödung breitete sich über die Markenaus. Georg Wilhelm starb in der Kraft des Lebens 1640,ein unglücklicher Fürst, der bei allem Elende seines Landes seineUnterthanen noch calvinisch verfolgte. Der neue 20jährigeChurfürst Friedrich Wilhelm bemächtigte sich gleich seiner Fe-stungen, deren Hauptleute Oesterreich geschworen, sammelte Kriegs-volk, befreite sich Vertragsweise von den Erpressungen der Schwe-den; empfing von den Holländern und Hessen die erobertenPlätze in seinen Rheinlanden ausgeliefert, und bekam durchseine Vermählung mit Louife Henriette von Oranien, Geldund Unterstützung sich selbständig zu machen, Doch erst mitdem Frieden 1648 hörte das Elend ganz auf. Magdeburg,Halberstadt, Minden, und nur ein Theil von Pommern ver-mehrte das Chursürstenthum. Pommern, dessen Herzöge 1643