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neue König Georg I. die lutherische Kirche mit der bischöflichenvertauscht, so kann man die englische Kirche eben in dem neuenKönigsstamm lutheranisirend nennen, denn in ihm war Eng-land ganz entschieden gegen die romanische Neigung der Stu-arts, und hielt sest zu dem Germanischen, als der treuesteKämpfer.
Schweden, nach Carl XII. Tode aller Siegesbeute beraubt,bis auf einen kleinen Besitz in Deutschland, war unter KönigFriedrich, dem eaffelschen Landgrafen, und unter König AdolphFriedrich, dem Herzoge von Holstein, starb 1771, durch einerussische und französische Partei, die Mutzen und Hüte, völligzerrissen und in Schwachheit versunken.
Dänemark schien unter Friedrich IV. bis 1730 durch seineMission nach Ostindien, welche Ziegenbalg so glücklich begann,der lutherischen Kirche ein frisches Leben zu bereiten; aber esfehlte dem gutgesinnten König wie den nachfolgenden ChristianVI. und Friedrich V. bei redlichen Absichten, die t'esere Auf-fassung, Dänemark durch den Missionsgeist zu erwecken, zu ei-ner Missionsanstalt, wo ihm eine überwiegende geistige Machtzu-Theil geworden wäre, da es doch politisch mir unbedeutendbleiben mußte. In allen Welttheilen besaß es Stationen zuAnknüpfungspunkten für Mission, und das ganze Land ist vollHäfen, um überall die Prediger des Evangeliums auf eigenenSchiffen hinaus zu geleiten.
Das Germanische, wie es die deutsch- lutherische Kircheinnerlichst umschloß, ward immer mehr von ihren Fürsten ver-lassen; Kurfürst August von Sachsen gab 1697 seinen Glaubenfür die Krone Polens hin, der Herzog von Würtemberg undder Markgraf von Baden - Baden wurden römisch. Der Dienstdes Herrn, in welchem so manche frühere -Fürsten gesegnet ge-wirkt hatten, stand stille in den meisten deutschen Gauen; jamanche entfremdete Fürsten legten als Oberbischöse der KircheFesseln an. In einzelnen Ländern wurden zwar die kirchlichenBehörden von dem anders glaubenden Landesherren unabhän-giger gestellt. So drängte sich nun das ächtkirchliche Leben inDeutschland um einzelne Pastoren zusammen, die Welt verschriesie als starre Orthodoxe, aber wer näher forscht, findet die reich-sten Früchte ihrer Rechtglänbigkeit in ihrer Gemeinde. Wie