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Umriß einer christlichen Weltgeschichte / von Friedrich von Maltzan
Entstehung
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Maria Theresia hatte ihren Zorn über Friedrich N. in denFrieden mitgenommen, sie sah auch in ihm den deutschen Ne-benbuhler. Alles bereitete sie zum Sturz Friedrichs, Rußland,das deutsche Reich mit Ausnahme von Hannover, Cassel, Braun-schweig, Gotha, gewann die Kaiserin-Königin, ja die Leidenschaftmacht unweiblich, die Buhlerin Ludwigs empfing einen Brief,und Frankreich verbündete sich gleichfalls. Es war ein tieferFall, sich in solcher Art mit dem alten Feinde zu vereinigen!Schweden, in Rußlands und Frankreichs Fesseln, mußte inseiner Elendiglichkeit schon folgen, Friedrich war kriegerisch er-starkt und nahm neben seinen lästerlichen Franzosen doch in seineUmgebung auch gediegene deutsche Knegsleute und Rathgeber.Er nutzte einige Friedensjahre mehr trefflich, und wie das Ge-witter über ihn einbrechen sollte, da schlug er im Sommer 1756zuerst los, nahm Sachsen, und steckte dessen ganzes gefangenesHeer unter ferne Schaaren.

Es begann ein blutiger Krieg während 7 schrecklicher Jahre,Schlachten folgten sich rasch, fast mit völliger Vernichtung desBesiegten. Dennoch ergossen Friedrichs Feinde neue Tausendeüber ihn, und dennoch erstand Friedrich, wie aus dem Nichtsund siegte mit einem Häuflein, gleich der Wachtparade zu Pots-dam. England erkannte in Preußens Sache die eigene germa-nische, und hielt sie unter Georg II. freudig und kräftig fest.Die Verbindung Oestreichs mit Frankreich, und sein Anklam-mern an das fremde Romanische ward eine Schmach, die in derSchlacht bei Rosbach 1757 selbst lächerlich erschien, und dasvereinigte Reichsheer für lange Zeit mittraf. Oestreich hattenur so viel Gefühl, nicht in einer Schaar mit den Franzosenzu fechten. . - .

Als dritter Haupttheil kämpften die Russen; die Schlachtenbei Zorndorf 1758 und entsetzlicher bei Kunersdorf 1759 gabenein rechtes Vorbild, was einst die Slaven in dem letzten Welt-kampfe sein werden. Friedrich focht in letzter Schlacht die reingermanische Sache aus, es waren doch noch 7000 übrig, welchesich nicht gebeugt hatten. Noch 3 Jahre ward abwechselnd ge-kriegt. Friedrichs Erhaltung war so wunderbar, daß man be-kennen muß, sein Reich sei einer großen Zukunft aufbewahrt.Dann diente ein Thronwechsel in England, djeses zu entfremden,

v. Maltzan's christl. Weltgeschichte.

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