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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien : von seiner Bildung seit der Entdeckung beyder Indien bis zu seiner Widerherstellung, nach dem Fall des Französichen Kayserthrons / Von A.H.L. Heeren
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L.i.Riv.zw.Franko.u.Span. 1^15 -1^6. 49

5. Die Verbindung der Kayserkrone und derKrone von Spanien auf demselben Haupte mußtenicht blos wegen des Umfangs, sondern auch be-sonders wegen der geographischen Lage derLänder, bedenklich werden. An welchen Staats-händeln mußte Carl bey so vielen Berührungs-punkten nicht Antheil nehmen? Und wohin konntediese Theilnahme bey einer solchen Macht nicht füh-ren? Die den Habsburger«'beygelegte Idee einersogenannten Universalmonarchie, war, in sofern man darunter nicht eine unmittelbare Herr-schaft, sondern nur den Prineipat in Europaversteht, so wenig ein leeres Phantom, daß sie 'vielmehr von selbst aus der Lage jenes Hauses her-vorzugehen schien; und der Kampf von Franz I.,wenn auch im Einzelnen durch Leidenschaft und klein-liche Ursachen erzeugt, und zunächst nur auf denPrineipat in Italien gerichtet, war doch, aus ei-nem höher» Gesichtspunct betrachtet, ein Kampffür Selbständigkeit und Unabhängigkeit.

Schätzung der wahren Macht der beyden Fürsten. DieMackt von Carl V. verlor i. durch die Verschiedenheitseiner Verhältnisse in seinen verschiedenen Staaten: erwar nirgends, selbst nicht in Spanien, unumschränkt.

2. Durch die beständigen Finanzverlegenheiten, und dienie regelmäßig bezahlten Truppen, die oft deshalb kaumseine Truppen heißen konnten. Dagegen die so sehr con-centrirte Macht Frankreichs nicht nur i. dem Königefast unumschränkt zu Gebote stand; sondern auch r. durch

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