L.i.Riv.zw. Franke, u. Span. 1515--r§L6.
Die Veränderung in Florenz war eine Folge des Ver-trags zwischen dem Kayser und Pabst, durch welchen die,bey dem Kriege gegen Rom 1527 durch eine Jnsnrrec-tion vertriebenen, Mediceer wieder restituirt, undAlexander von Medici, der Blutsverwandte desPabstes, zum ersten erblichen Herzog erklärt ward. —Die Revolution in Genua 1528 war das Werk desAndreas Dvria, der von französischer auf KayserlicheSeite übertrat; und der Selbstständigkeit und neugegrüu-deten Verfassung durch die Einführung einer strengen Fa-milienaristokratie eine größere Festigkeit gab.
10. Während aber im Westen des südlichenEuropas die beyden Hauptmächte mit einander ran- 'gen, ward auch der Osten in diesen Kampf mithereingezogen; da die wilden Eroberungsprojectevon Soliman II., welche zuerst die ganze Chri-stenheit bedrohten, sich zuletzt in eine Allianzmit Frankreich auslösten; die für dieses Reichum so vortheilhafter schien, da das HabsburgischeHaus nach der Niederlage und dem Tode des Kö-nigs Ludwig II. von Ungarn bey Mohatsch seineAnsprüche auf Ungarn und Böhmen geltend machte.
Veränderung des Türkischen Eroberungssystems unterSoliman ii. seit 1519; das unter seinem VorgängerSelim I. gegen Persien und Aegypten gerichtet gewesenwar. Nach der Eroberung von Belgrad 1521 Hauptsturmgegen Ungarn; Niederlage und Tod K. Ludwig's n.bey Mohatsch 29. Aug. 1526. Die streitige Königswahlzwischen Ferdinand und Joh. von Zapolya erleich--terte Soliman seine Fortschritte, da der letztere sich inseinen Schutz begab. Einnahme Ungarns und vergebliche
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