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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien : von seiner Bildung seit der Entdeckung beyder Indien bis zu seiner Widerherstellung, nach dem Fall des Französichen Kayserthrons / Von A.H.L. Heeren
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62 I.Per. !.LH. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.

Regenten, sondern der Völker selber war. Niehätten ohne dieses ihre Stürme zugleich so allge-mein und so dauernd werden können. Die Ver-flechtung der Religion und der Politik war aberdabey unvermeidlich, weil die Angriffe ihrer Urhe-ber nicht blos gegen Lehren, sondern gegen eineHierarchie gerichtet waren, die^ auf das tiefste indie bestehenden Staatsverwaltungen und StaatS-verfassungen eingriff.

Die Reformation, als unmittelbarer Angriff auf dieHerrschaft des Pabstes, war zwar gegen ein schon er-schüttertes und untergrabenes, aber dock noch immer, da stehendes Gebäude gerichtet. Untergraben, weil dieStütze, worauf es eigentlich ruhte, die öffentliche Mei-nung, sich änderte; erschüttert, durch die letzten Italieni-schen Händel, so wie schon früher durch die festgestelltehöchste Autorität der Concilien. Die Frage: Ob ohneReformation pabstliche Autorität gefallen seyn würde? —liegt außerhalb dem Gebiet der Geschichte; gesetzt aberauch, sie wäre gefallen, so hätte doch ohne sie dermenschliche Geist nicht den mächtigen Umschwung erhalten,den er durch sie erhielt; und daraus entwickelten sichihre größte», und gerade ihre wohlthätigsten Folgen.

2. So wie die Reformation überhaupt zuerstin Deutschland entstand und sich verbreitere, sonahm sie auch hier zuerst einen politischen Charak-ter an, indem deutsche Fürsten und Regierungensich ihrer annahmen. Die Puncte, auf welche esbey einer politischen Geschichte der Reformation

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