8 . 2. Gesch. d. Reformation. 1517-1555. 73
Nation weniger zur Unterjochung reif; es warennoch die Zeiten, wo auch der Bürger das Schwerdttrug; und stehende Heere keine Fesseln anlegenkonnten. ,
Neue §wischenvorfälle durch den Kriegszug Carl's ge-gen Algier 1541; und darauf folgenden vierten Krieggegen Franz l. 1542 — 1344; nachdem der Reichsab-schied zu Regensburg, 29. Iul. 1541, und nichtweniger die aufs neue drohende Türkengefahr nochden Frieden erhielten.
11. Endlicher Ausbruch des Kriegs, da durch 1546den Frieden zu Crespy die Verbündeten isolirtwaren; und die verweigerte Anerkennung des zuTrident eröffneten Conciliums keinen Auswegmehr übrig ließ. Nicht aber der ketzerischen Secte,
<— wie gern der Pabst es auch so gewandt hät-te, und im Vertrage mir Carl so gewandt zu ha-ben glaubte; <— sondern den Schmalkaldischen Ver-bündeten, als Frevlern gegen kayserliche Autorität,galt der Krieg. Leider! kränkelte aber dieser Bundan allen den Uebeln, woran nur ein Bund krän-keln kann; und ehe noch die Mühlb ergebeSchlacht den einen, und die Treulosigkeit zuHalle den andern Chef desselben in die Gefan-genschaft stürzten, ließ sich die Zertrümmerung desBundes mit großer Wahrscheinlichkeit voraussehen. .
Endliche Eröffnung des schon seit 1542 nach Tridentausgeschriebenen Concil» am iz. Dec. 1545, dessen Form
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