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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien : von seiner Bildung seit der Entdeckung beyder Indien bis zu seiner Widerherstellung, nach dem Fall des Französichen Kayserthrons / Von A.H.L. Heeren
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L. z. Gesch. d. Colonialwes. ^7-^55. 95

nen Ortschaften unter eigenen Beamten (Caciquen) au-ihrer Mitte.

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6i-,s »552. Die berühmte Schilderung der Grausamkeitender ersten Eroberer. — Die Gesetze zum Besten der In-dianer füllen in den I>e;e8 fast ein ganzes Buch (l. Vt.)aus. Keine andere Regierung bat so viel für die Einge-bornen gethan als die Spanische.

7. Die Benutzung dieser Länder blieb aller-dings fast bloß auf das Aufsuchen von edlen Me-tallen beschrankt, wovon der Reichthum, besondersan Silber, alle Erwartung überstieg. Zwar warensie nicht minder reich an andern Produkten, aber solange der Gebrauch der Cochenille und des Indigozum Färben, des Cacao, des Tabacks, und derChinarinde, in Europa entweder noch nicht be-kannt, oder doch wenig eingeführt war, konntendiese keine wichtige Gegenstände des Handels seyn.Das Aufsuchen von jenen ward Privatpersonenüberlassen gegen eine der Krone zu entrichtende Ab§gäbe, wodurch die vielen Ansiedeleyen im Innernentstanden; aber die Einführung eines kunstmäßirgen Bergbaues geschah erst sehr langsam.

Entdeckung der reichen Gruben von Aacotecas in MexicoI5Z2, und Potosi in Peru izaz; seit welcher man imDurchschnitt eine jährliche allgemeine Ausbeute von zoMillionen Piaster rechnet, wovon etwa die Hälfte nach Eu-ropa geht. Die dem Könige bestimmte Abgabe mußte von2v p. E. allmablig auf 5 p. herabgesetzt werden; unddennoch blieb in den reichsten Landern der Erde die Anlage