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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien : von seiner Bildung seit der Entdeckung beyder Indien bis zu seiner Widerherstellung, nach dem Fall des Französichen Kayserthrons / Von A.H.L. Heeren
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L. z. Gesch. d. Colonialwes. 1517-1555. 97

delszwange, den man ihnen auflegte. Wie hätteman, ohne inconseqnent zu seyn. Fremden hier denfreyen Verkehr verstatten können? Kamen auch dieeigentlichen Handelsvortheile mit in Betrachtung,so blieben sie doch etwas sehr Untergeordnetes; derHauptzweck war, die baaren Schätze jener Ländernach Spanien, und nur dahin, zu bringen.Auch in Spanien mochte man es wohl einsehen,daß das Aufblühen der Colonien dadurch keines-Wegs gefördert ward; aber Aufblühen der Colo-nien, im gewöhnlichen Sinne, sollte auch garnicht der Zweck seyn. — So wie aber die Colo-nien ihre Schätze allein Spanien liefern sollten, sowollte Spanien ihnen auch allein ihre EuropäischenBedürfnisse liefern.

Einrichtung des Handels. Beschränkung in Spa^nien auf den einzigen Hafen Sevilla. Jährliches Aus-laufen zweyer Geschwader, der Galeonen von etwa12, der Flotte von etwa iz großen Schiffen. Jene, be-stimmt für Südamerika, giengen nach Portobello;diese, bestimmt für Merico, nach Vera Crur. GroßeMessen in jenen Städten. Spanien überließ seinen Co-lonialhandel zwar keiner Gesellschaft; aber mußte er beydiesen Beschränkungen nicht dennoch von selbst das Mono-pol weniger reicher Häuser werden?

9. Die Herrschaft der Portugiesen inOstindien dauerte in diesem Zeitraum unter denbeyden Königen Emanuel dem Großen (f 1521)

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